24. - 25. März 2020

Risse vergolden

Brüche als reicher Erfahrungsschatz
positive Umdeutung von Brüchen im Leben

  • Vielleicht lässt Gott schwieirige Situationen zu, weil er uns "veredeln" will.

    „There is a crack in everything, that‘s how the light gets in.“ Leonhard Cohen

    Erinnern Sie sich noch an die Zeit vor dem Eintritt in das Berufsleben? Man lernte Bewerbungen schreiben und Lebensläufe. Wohlmeinende Lehrende warnten: „Bloß keine Brüche im Lebenslauf haben!! Das wirkt sich negativ auf Ihre Bewerbung aus!“

    Dann passierte das Leben, und das Leben hatte wohl nicht die gleichen Dozenten wie wir. Wohin wir uns auch wendeten, es passierten Brüche. Brüche in Arbeitsstellen. Brüche in Gesundheit, in der Liebe, in der Familie, in Freundschaften.

    Nun sind Sie hier in dieser Zeit angekommen.  Fühlen sich vielleicht wie eine dieser Schüsseln hinten im Schrank. Etwas angeschlagen, noch gebrauchsfähig, aber wird nicht mehr zu den festlichen Gelegenheiten auf den Tisch gestellt. Die Glasur ein Netzwerk feiner Risse. Schade.

    Bitte????     Sie lassen sich nach hinten schieben???

    Dann wird es Zeit, die Risse mal neu zu betrachten! Nicht als Abnutzung, sondern als Schmuck wie bei teuren Raku-Schüsseln. Nicht als Zerbrochenes, sondern als Brutstätte von neuem Leben. Wie die Risse im Asphalt, durch die das Grün drängt. Nicht als kaputte Ware sondern als durchlässige Wissende mit Fenstern zum Licht.

    Sie werden erkennen, dass gerade die scheinbare Unvollkommenheit uns Lebendigkeit und Schönheit schenkt, dass gerade die Geschichten, die sich als Falten in unserem Gesicht eingegraben haben, uns ausmachen und zeigen, wer wir wirklich sind. Gesichter, die von einem wirklichen Leben in all seiner Tiefe berichten können.

    So können ein wirkliches Gespräch und ein wirkliches Einander-Sehen stattfinden, die wie die Kintsugi-Technik die Narben, die wir alle tragen, sichtbar machen und vergolden. Unsere Unvollkommenheit ist unser schönster Schmuck, denn sie macht uns erst zu echten Menschen. 

    „Ich bin gebrochen, an verschiedenen Stellen. Ich habe vieles überstanden. Es hat Zeit und Mühe gekostet, wieder ganz zu werden, wieder neu gefüllt werden zu können. Aber genau das macht mich einzigartig.“ (Iris Macke/Andere Zeiten Kalender)

    Das ist auch unser Denkansatz und der würde dann aktiv mit Impulsen und frischer Luft gefüllt.

  • Seminarleitung

    Begleitung:

    • Molly Spitta, Bonn (Regisseurin, Choreographin, Stimmtrainerin)
    • Sylke Spitta, Bonn (Körpertherapeutin, Personal Trainerin, Coach, Sporttherapeutin)


    www.koerpermachtstimme.de

  • Termin und Kosten

    Teilnehmerzahl: 7 – 14

    Beginn: Dienstag, 10.00 Uhr, Ende: Mittwoch, 16.00 Uhr

    Kosten: 530,00 €

    für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bistums Trier (nach genehmigtem Fortbildungsantrag): 133,00 €

    Kursnummer: 2020 FO  01

Programm zum Ausdrucken: