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Gebetsgemeinschaft in Zeiten von Corona

Im Folgenden finden Sie unterschiedliche Modelle und Anregungen zum Gebet.

  • Der "Engel des Herrn" und das Angelus-Läuten

    In nahezu allen katholischen Kirchen ist das Angelus-Läuten morgens, mittags und abends üblich. Meist sind dann drei mal drei Glockenschläge und ein anschließendes längeres Läuten zu hören. Es bezieht sich auf das Angelus-Gebet, in dem die Menschwerdung Jesu Christi betrachtet wird. Das geschieht anhand dreier Bibelverse, gefolgt jeweils von einem "Gegrüßet seist du, Maria". Das Angelus-Gebet endet mit einem Bitt-Ruf an Maria und einem abschließenden Gebet, in dem auch das Leiden, Sterben und die Auferstehung Jesu Christi in den Blick genommen werden.

    Das Angelus-Gebet ist eine volkstümliche Form des kirchlichen Stundengebetes in Anlehnung an Psalm 55,18 "Am Abend, am Morgen und am Mittag seufze ich und stöhne, da hat er [Gott] meine Stimme gehört", sowie an den Propheten Daniel, von dem es heißt, dass er dreimal am Tag betete (Dan 6,11.14).

    Möglicherweise gehen die Vorläufer dieses Gebetes auf den heiligen Franziskus von Assisi zurück, der nach seiner Rückkehr aus dem Orient 1220 in mehreren Briefen die lokal Verantwortlichen darum bat, durch Glockenläuten, die Gläubigen zum Lob Gottes anzuhalten. Grund dafür war sein Erleben der muslimischen Muezzin, die bis heute die Gläubigen mehrmals am Tag zum Gebet aufrufen.

    Zum Gebet "Engel des Herrn" oder im Gotteslob 3,6

    Von Ostersonntag bis zum Pfingstfest wird seit Mitte des 18. Jahrhunderts anstelle des "Engel des Herrn" das "Regina caeli" (Gotteslob 3,7) gebetet, das die Osterfreude in den Blick nimmt.

  • Leben-Jesu-Rosenkranz

    Neben dem klassischen Rosenkranz (Gotteslob 4) gibt es auch den "Leben-Jesu-Rosenkranz". Bei dieser Form des Rosenkranzes wird jedem "Gegrüßet seist du, Maria" ein Ereignis aus dem Leben Jesu eingefügt.

    Das Trierer Gotteslob bietet einen solchen "Leben-Jesu-Rosenkranz", der in seiner Form auf eine mittelalterliche Handschrift des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters St. Thomas zurückgeht. Er ist die älteste bekannte Form dieser Art Rosenkranz.

    Zum "Leben-Jesu-Rosenkranz" oder im Gotteslob (Trier) 908

  • Tagzeitengebet

    Das Tagzeitengebet oder Stundengebet der Kirche ist eine über die Jahrhunderte entstandene Form des Betens mit der Bibel, bei der verschiedene Gebetszeiten über den Tag verteilt zum Innehalten einladen. Die Tage der Woche oder die verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres werden mit Psalmen und kurzen Lesungstexten in Verbindung gebracht und geben ihnen so eine je eigene Färbung.

    Die offizielle Form des Stundengebetes findet sich tagesaktuell hier
    oder kann kostenlos als APP auf das Smartphone heruntergeladen werden.
    Die Bedienung ist einfach.

    Eine andere, einfachere Form des Tagzeitengebetes findet sich hier.

  • Texte der Messfeier

    Wer beim Beten gerne auf die Texte der Messe zurückgreift, findet diese (samt Erläuterungen zu den Lesungen und Evangelien) hier.

  • Pfingsten

    Pfingsten - 50 Tage nach Ostern - geht wie letzteres Fest auf jüdische Feste zurück. Beides waren ursprünglich Erntefeste, die aber im Verlauf der Jahrhunderte im Judentum eine religiöse Deutung erfuhren:
    Pessah (Ostern) als Erinnerung an die Befreiung des Gottesvolkes aus der Sklaverei Ägyptens ist bis heute ein Fest, bei dem Juden ihrer vielfachen Befreiungen gedenken bzw. die Hoffnung auf Befreiung in bedrängenden Zeiten hochhalten.
    Schawuot (Pfingsten) ist die Erinnerung an die Begegnung des Gottesvolkes Israel mit Gott am Berg Sinai - 50 Tage nach dem Auszug aus Ägypten. Die jüdische Überlieferung verbindet damit die gläubige Überzeugung, dass Gott damals nicht nur zu Israel, sondern zu allen Völkern gesprochen hat, Gottes Wort für alle Menschen bedeutsam ist. Beide Feste sind bis heute jüdiche Wallfahrtsfeste.

    Der Pfingstbericht in der Apostelgeschichte (Apg 2,1-11) greift diese unterschiedlichen Gesichtspunkte auf und bringt sie mit Jesus Christus, mit den Anfängen der Kirche in Verbindung.

    Sie finden hier den Vorschlag für einen Gottesdienst zu Hause und eine Predigt, die sich - ausgehend vom Pfingstbericht - mit der weiteren Entwicklung der Kirche in der Apostelgeschichte und darüber hinaus beschäftigt.

  • "Biblische Geographie" zu Pfingsten

    Die Pfingsterzählung in der Apostelgeschichte (Apg 2,1-11) enthält eine Reihe von Anspielungen auf andere biblische Erzählungen bzw. Wortspiele.

    Unter anderem werden 17 Völker bzw. Personengruppen aufgezählt. Deren Bedeutung geht die biblische Landkarte ein wenig nach.